Pastoralkonzept

​Entwurf für ein neues Pastoralkonzept unserer Pfarreiengemeinschaft

 

Vorbemerkung zum Entwurf

Da die Erarbeitung eines Pastoralkonzeptes zu den Kernaufgaben eines Pfarrgemeinderates gehört, wurde diese auch dem jetzigen PGR zuteil. Nach eingehenden Beratungen haben wir dafür folgende neue Form gewählt:

  • Das eigentliche, unten aufgeführte Pastoralkonzept ist möglichst knapp und prägnant gehalten und soll damit gut lesbar die Leitgedanken für unser Selbstverständnis und die christlichen Grundhaltungen darstellen, aus denen heraus die vielfältigen Angebote unserer Pfarreiengemeinschaft erbracht werden. Es ist daher in erster Linie für die Haupt- und Ehrenamtlichen gedacht, die unsere Pfarreiengemeinschaft aktiv gestalten.
  • Die weitere Ausgestaltung und Akzentuierung dieses Grundkonzeptes in konkreten Handlungsfeldern kann dezentral in den jeweiligen Ausschüssen, Gruppierungen oder Gliedgemeinschaften erfolgen. Entsprechende Beispieldokumente für die Ausschüsse des PGR werden gerade erstellt und in Kürze ebenfalls veröffentlicht.
  • Die in vielen „klassischen“ Pastoralkonzepten enthaltene Darstellung der pastoralen Angebote, Gruppierungen und Gliedgemeinschaften ist den aktiven Gemeindemitgliedern in der Regel hinlänglich bekannt und deshalb vor allem für Außenstehende interessant. Daher findet sich diese nicht mehr im Pastoralkonzept, sondern in der ebenfalls neu erstellten Ehrenamtsbroschüre „Dasein - Mitmachen - Dabei sein!“
  • Die Unterscheidung zwischen der Formulierung von Grundgedanken, Leitlinien und Zielen der Pastoral durch den PGR und der konkreten Akzentuierung und Ausgestaltung in den Ausschüssen, Gruppierungen und Gliedgemeinschaften scheint aus Sicht des jetzigen PGR auch eine Möglichkeit, wie sinnvoll mit der zu erwartenden kleineren Zahl von Mitgliedern des zukünftigen PGR umgegangen werden kann: Die konkreten Angebote werden durch die zumindest im Moment noch zahlreichen Gruppierungen und Gliedgemeinschaften unserer Pfarreiengemeinschaft erbracht, ohne dass der PGR darüberhinaus noch zusätzliche Sachausschüsse gründen muss.
  • Unbedingt notwendig ist der PGR jedoch zur Beratung des Pfarrers und Pastoralteams, was zum Beispiel an dem Punkt „hörend“ des neuen Pastoralkonzeptes deutlich gemacht werden kann: Wie Menschen, die „nur“ die Angebote unserer Pfarreiengemeinschaft nutzen, diese wirklich einschätzen, vertrauen sie oft nicht dem Pfarrer an, sondern eher einem engagierten Gemeindemitglied aus der Nachbarschaft. 
  • Wenn wir unsere Angebote und Aktivitäten wirklich an den Bedürfnissen der Menschen in unseren Veedeln ausrichten wollen, müssen Laien auch an zentraler Stelle daran mitwirken.
  • Der neu gewählte PGR wird daher sicher noch stärker den inhaltlichen Dialog mit dem Pastoralteam suchen, beispielsweise auch zur Ausgestaltung der Sakramentenpastoral, ganz im Sinne der Satzung für die Pfarrgemeinderäte in der Erzdiözese Köln in der es heißt, dass der PGR die Aufgabe hat, gemeinsam mit dem Pfarrer und dem Pastoralteam „das pastorale Wirken entsprechend den Herausforderungen im Seelsorgebereich so zu entwickeln und zu gestalten, dass die Kirche in den Lebensräumen und Lebenswelten der Menschen wirksam präsent ist.“

 

Für den Vorstand des PGR: Maria Schickel & Harald Elders-Boll.

 


 

​Entwurf

​Vision: „Lebendige Kirche heute, für Brück und Merheim.“

Leitgedanke:


Die Gemeinden der Pfarrreiengemeinschaft Brück—Mehrheim bieten den Menschen in Brück und Merheim zeitgemäße Möglichkeiten, ihren Glauben zu finden, zu leben und zu gestalten.

 

 

​Dies geschieht mit den folgenden christlichen Grundhaltungen:

 

gottnah und menschennah:

 

Wir stellen den Menschen unterschiedliche Orte und Zeiten für ihre persönliche Gottessuche und Gottesbegegnung zur Verfügung. Wir feiern unsere Gottesbeziehung auf lebendige und vielfältige Weise, in der Eucharistie und in anderen Gottesdienstformen und spirituellen Angeboten.


aufbrechend:


Vertrauend auf den heiligen Geist haben wir die Gelassenheit Altes loszulassen und den Mut, neue pastorale Wege zu gehen. Wir stellen uns der kritischen Diskussion innerkirchlicher, theologischer und gesellschaftlicher Themen und wollen unsere Pfarreiengemeinschaft im Sinne des Pastoralen Zukunftswegs weiterentwickeln.


hörend:


Als Kirche in der Welt hören wir, was die Menschen bewegt und lernen mit Ihnen, das Evangelium heute zu leben und Gottes Präsenz zu suchen. Dazu richten wir unsere Angebote und Aktivitäten an den Bedürfnissen der Menschen in unseren Veedeln aus. Unsere Pastoral ist geistliche Begleitung.


ökumenisch:


Wir suchen den Dialog und die Kooperation mit Christinnen und Christen aller Konfessionen und Menschen aller Religionen und vernetzen uns dazu mit den entsprechenden lokalen Akteuren.


caritativ:


Wir nehmen die Sorgen und Nöte der Menschen wahr und helfen ihnen, ihren Alltag zu bewältigen.


weltkirchlich und ökologisch:


Wir verpflichten uns zu Solidarität und Nachhaltigkeit zum Wohle der gesamten Schöpfung Gottes.


partizipativ:


In unseren Gemeinden gestalten Haupt- und Ehrenamtliche gemeinschaftlich mit gegenseitiger Wertschätzung.


musikalisch und künstlerisch:


Wir fördern musikalische, künstlerische und literarische Ausdrucksformen.

 


[Idee basierend auf „Pastoraler Orientierungsrahmen“, Bistum Hamburg, 2018]